Das Lehen Wolfental

(Stand 3.12.99) - Die folgende Beschreibung ist in sechs Kapitel gegliedert:

Geologie

Geographie

Flora und Fauna

Bevölkerung

Wirtschaft und Kultur

Geschichte

Das »Tourismusbüro« der Region befindet sich in der Burg - fragen Sie nach der Burgherrin. Führungen durch die Landschaft übernimmt gern der Jagdaufseher und Bogner Juri Kasparow, nach Voranmeldung können Sie auch an einem Patrouillenritt durch die Täler teilnehmen oder die Bingen besichtigen. Fragen Sie auch nach Gelegenheiten zur Goblin- oder Orkenhatz! »Sie haben es sich verdient«

Geologie

An der Stelle, an der heute das Waldige Tal und das Wolfental liegen, war einst ein stürmischer Ozean. Doch in den »wilden Zeiten« Deres, als ganze Kontinente entstanden und andere versanken und als die Gebirge aufgetürmt wurden, damals zur Zeit von SUMUs Kindheit, lange vor den Gigantenkriegen, da erhob sich diese Gegend dem Himmelszelt entgegen. Und dann, in den Zeiten der Kriege der Götter, da sich ihr Zorn hierhin und dorthin entlud, da spie die Welt Feuer in den Himmel. Und schließlich erlosch das Feuer, und zurück blieb ein Pickel im Antlitz Deres, schließlich ausgewaschen von Wind und Regen.

Dies ist das Wolfental: ein riesiger alter Vulkankrater. Die umliegenden Bergspitzen waren einst die Kraterwände, und wo heute ein friedlicher See liegt, da stieg einst die flüssige Magma empor, um sich anschließend im Waldigen Tal auszubreiten.

Durch die Verwerfungen bei der Entstehung der Welt liegen erzführende Gesteinsschichten heutzutage »quer« zu Deres Oberfläche. An einigen Stellen bestehen daher gute Gelegenheiten zum Abbau verschiedenster Erze. Auch Steinkohlevorkommen gehören zu den Schätzen dieses leidgeprüften Bodens.

Die Täler sind heutzutage, aufgrund der vulkanischen Ausschüttungen, höchst fruchtbar.

Geologie - Geographie - Flora und Fauna - Bevölkerung - Wirtschaft und Kultur - Geschichte - Oben

Geographie

Der obige Ausschnitt aus der Geschichte Deres beschreibt die Entstehung eines Teils der Nordwalser Höhen - auch der Rest dieses weiten Gebirgszuges zwischen Born- und Nivesenland entstand zu dieser Zeit. Dieses überwiegend üppig bewaldete Gebirge streckt einen Ausläufer gen Norburg, aus dessen Quellflüssen der Linke Born gespeist wird. An der rahjaseitigen Flanke dieser Ausläufer fließt der Rechte Born gen Norburg.

Einer der rahjawärtigen Zuflüsse des Linken Born entspringt den Bergen, die das Waldige Tal firunwärts begrenzen. Wiederum rahjawärts liegt dann das Wolfental in einem Bergkessel, dessen Spitzen teilweise die Zweitausend-Schritt-Grenze überschreiten.

Ein Bild der Umgebung (ca. 33 kB) mag besser als 1000 Worte die Lage illustrieren:

Kartenausschnitt Wolfental (klein)Am unteren Bildrand (rot) Ask und Norburg, am rechten Rand der Flecken Wosna. Durch das Bild ziehen sich der Linke und der Rechte Born. Der Zufluß aus dem Waldigen Tal ist stark vergrößert dargestellt. Schwarz umrahmt (im großen Bild, Kreuz in obiger Vorschau) ist der Bildausschnitt aus der Umgebungskarte (38 kB) der Burg. Dunkelgrün sind Wälder, hellgrün Wiesen-, Busch- und Marschflächen dargestellt. Orange kennzeichnet Gebirgszüge, hellblau sind Wasserläufe und -flächen. Der hintere Teil des Wolfentals ist ebenfalls kartografiert (32 kB).

Politische Grenzen

Vermutlich gehört das Waldige Tal und damit auch das Wolfental noch zu Sewerien, dem nördlichsten Teil des Bornlandes. Doch die Reise von Norburg ist weit (um die 70 Meilen) und beschwerlich, und zudem wähnt man so weit in den Bergen niemanden außer ein paar Holzfällern. So gab es bisher niemanden im Bornland, der einen Herrschaftsanspruch auf diese Gegend erhob. Aus dem Nivesenland ist der Weg über die Berge beschwerlich, und selbst Elfen machen sich in dem Gebiet zwischen Linkem und Rechtem Born eher rar.

Detailkarte

Verkleinerung der Detailkarte Waldiges TalNebenstehender Ausschnitt zeigt das gesamte Waldige Tal, umschlossen von hohen und relativ schroffen Bergen (orange), die ohne Kletterausrüstung völlig unpassierbar sind. Zwar gibt es noch einige bewaldete Hochebenen (dunkelgrün) rundum, die mal von außen, mal von der Talseite her gut erreichbar sind, doch immer bleibt eine extrem steile Wand übrig, die die Passage unmöglich macht. Die efferdseitige Bergkette läuft nach Praios in stark bewaldete Höhenzüge aus, so daß der eigentliche Talausgang nahe dem unteren Kartenrand erst liegt. (Großes Bild 18 kB)

Dunkelgrüne Flächen zeigen Wald, hellgrüne Flächen Wiesen- und Buschland. Gelb gekennzeichnet sind die Kulturflächen des Wolfentals, hellblau (und im Verhältnis zu breit) sind der Waldbach und seine wichtigsten Quellflüsse eingezeichnet. Rote Punkte kennzeichnen Siedlungsflächen, grau ist der Reitpfad zur Außenwelt.

Auch das Wolfental bietet keinen offensichtlich nutzbaren »Hinterausgang«, denn auch die an der rechten unteren Kartenecke gelegene Hochebene ist durch eisige Zinnen vom Talende abgeteilt. Es ist allerdings nicht genau bekannt, wie weit unter diesen Zinnen die zwergischen Stollen reichen.

Geologie - Geographie - Flora und Fauna - Bevölkerung - Wirtschaft und Kultur - Geschichte - Oben

Flora und Fauna

Die Pflanzen- und Tierwelt des Wolfentals und des Waldigen Tals unterscheiden sich schon aufgrund der unterschiedlichen Höhenlagen. Nur sehr wenige Tierarten »pendeln« zwischen den beiden Regionen, und auch diese haben jeweils eine »Vorzugsheimat«. Hiervon ausgenommen sind natürlich die von der Bevölkerung gehaltenen Ziegen, Esel, Schweine und Geflügel.

Das Waldige Tal ist geprägt von seinem starken und dichten Baumbestand, dem es seinen Namen verdankt. Vorherrschend sind Tannen, die stellenweise mit dem Unterholz zu dickstem Tannicht verflochten sind, an anderen Stellen dank der Forstbewirtschaftung aber auch in halbwegs geordneten Reihen und »mit freien Füßen« dastehen. Die Wälder sind Heimat für zahlreiche jagbare Tierarten, vornehmlich Wildschweine und Rotwild (Rehböcke), aber natürlich auch Kleintiere wie Füchse, Eichhörnchen, Kaninchen, Mäuse sowie zahlreiche Vögel.

In den schmalen Flußauen des Tals trifft man vereinzelt auf Trappen, häufiger auf Kaninchen, und ab und zu auch auf Otter oder gar Biber, wobei letztere von den Flößern sehr ungern gesehen werden...

Die »Herren« des Waldigen Tals wie des Wolfentals sind jedoch unbestritten die Wölfe, die hier außer dem Menschen keine natürlichen Feinde zu haben scheinen.

Das Wolfental wird aufgrund seiner Hochlage eher von niedrigerem Nadelbuschwerk durchzogen. Verschiedene Kiefernarten bilden in kleinen Wäldchen Deckung für wilde Bergziegen oder Kaninchen.

In den höheren Regionen, an den Bergflanken des Tals, sind Gemsen, Steinböcke, Murmeltiere und Schneehasen zu Hause. Hier wird die Vegetation spärlicher, zwischen Matten und Flechten findet man wilden Enzian, Edelweiß, Trollblumen und würzigen Lauch. Zweifellos wären in diesem Revier auch Bären zu erwarten, doch ist der Zugang durch das Waldige Tal von den Wölfen gut bewacht, die hier auch ihre »Kinderstube« haben.

Geologie - Geographie - Flora und Fauna - Bevölkerung - Wirtschaft und Kultur - Geschichte - Oben

Bevölkerung

Drei Bevölkerungsgruppen teilen sich die Gegend auf:

Im Waldigen Tal sind es mittelreichische Köhler und Holzfäller, die sich unterhalb des Zugangs zum Wolfental in der Nähe der Flußmündung angesiedelt haben. »Frisches Blut« für die Siedlung bringt ab und zu ein Flößer mit, der sich auf einer Holz-Handelsreise verliebt hat.

Das vordere Wolfental wird von nivesisch-stämmigen Menschen bewohnt, die sich mit den Siedlern im unteren Tal kaum vermischen. Sie haben sich ihre nivesischen Traditionen weitgehend bewahrt, betreiben allerdings keine Karenzucht.

Im hinteren oder inneren Wolfental schließlich lebt eine kleine Zwergensippe, die sich von den ergiebigen Stollen nicht trennen mag, auch wenn ihnen die Verbindung zu ihrem Volk fehlt. So gibt es immer wieder den einen oder anderen jungen Zwerg, der sich auf eine längere Reise zu den fernen Vettern macht.

Geologie - Geographie - Flora und Fauna - Bevölkerung - Wirtschaft und Kultur - Geschichte - Oben

Wirtschaft und Kultur

Das waldige Tal steht ganz im Zeichen der Holzwirtschaft: über Generationen hinweg wurden die Kenntnisse des Forstens weitergegeben, so daß hier kräftige, gesunde Bäume heranwachsen und ohne Raubbau genutzt werden können. Auch der Holzbedarf von Burg und den Nivesen und Zwergen im Wolfental kann ohne Schwierigkeiten gedeckt werden. Auf Flößen wird das Erz der Zwerge in besiedelte Gegenden transportiert und zusammen mit dem Holz verkauft, um dann anderes Material wie z.B. Lampenöl zu beschaffen. Aus kleineren Holzstücken werden unter anderem Teller, Becher und Krüge gefertigt.

Das zweite Standbein ist die Köhlerei: weniger ebenmäßiges, nicht gut verkäufliches Holz wird zu Holzkohle verarbeitet, um die Hütten zu heizen. Hiervon profitieren auch gerne die Nivesen im Wolfental. Schließlich liefert der Wald auch noch Pilze, Beeren und Niederwild wie Rotpüschel.

Die Nivesen betreiben Geflügel-, Schaf- und Ziegenzucht sowie Gemüse- und Weinbau (!) und versorgen damit sowohl die Zwerge als auch die Köhler und Holzfäller mit Lebensmitteln. Aus dem Holz des Waldigen Tals und den Klingen und Pfeilspitzen der Zwerge fertigen sie Pfeil und Bogen, Speere, Hacken und Äxte. Aus Wolle entstehen Kleider und andere Heimtextilien, und aus dem Leder alter Tiere werden Mokassins und robuste Beinlinge und Westen.

Die Zwerge im hinteren Talbereich sind in erster Linie im Bergbau tätig, übernehmen aber auch einen Teil der Schmiedearbeiten für die Bewohner der beiden Täler. Umgekehrt beziehen sie von den Menschen Lebensmittel und Stützhölzer für ihre Stollen, Kleidung und auch Holzwerkzeuge. Aus ihren Stollen holen sie vielerlei Erze sowie das »schwarze Gold der Berge«: Kohle.

Überschüsse dieser funktionierenden Ökonomie wandern flußabwärts, soweit damit nicht der Zehnt abgedeckt wird.

Geologie - Geographie - Flora und Fauna - Bevölkerung - Wirtschaft und Kultur - Geschichte - Oben

Geschichte

Die Geschichte des Wolfentals beginnt mit der vulkanischen Periode (siehe Abschnitt »Geologie«). Zuerst mögen es Riesen, Drachen oder Trolle gewesen sein, die diese Gegend besiedelten. Über diese Zeit ist nichts bekannt, und Altertumsforscher haben das Tal noch nicht als Forschungsgebiet entdeckt.

Belegt ist, daß die Wölfe vor den Nivesen da waren, als eine ihrer Sippen sich hier niederließ. Deren Überlieferungen berichten von der Flucht vor Goblins in diese versteckte Gegend. Mag man den Sagen glauben, dann fühlten sich die Nivesen hier unter dem Schutz der Wölfe des Waldigen Tals sicher vor den Goblins. Tatsächlich sind Goblins im Wolfental noch nie und im Waldigen Tal nur sehr selten gesehen worden.

Lange Zeit blieben die Nivesen allein in dieser Gegend. Irgendwann während der Besiedelung des Bornlands muß jedoch eine Gruppe Theaterritter das Wolfental als günstigen (oder wichtigen?) Platz für eine Burg entdeckt haben. Die Gründe hierfür sind im Lauf der Jahrhunderte verloren gegangen oder waren den Nivesen nie bewußt. Belegt ist jedoch, daß zum Bau der Burg eine größere Zahl von Zwergen ins Tal zogen, und daß seit dieser Zeit auch Bergbau am Talende betrieben wird. Von der Kunst dieser zwergischen Baumeister zeugen noch heute die raffinierten Belüftungs-, Bewässerungs- und Beleuchtungsmechanismen der trutzigen Burg ebenso wie ihre nahezu uneinnehmbare Lage.

Warum die Burg verlassen wurde, können die Nivesen und Zwerge nur vermuten: zur damaligen Zeit gab es wohl Streit (mit den Goblins?), und so ließen die Ritter ihre Burg allein, um in den Krieg zu ziehen. Eines Tages kam niemand von ihnen zurück, und die zurückgelassenen Menschen, Handwerker und Gesinde, vermochten die Burg nicht zu unterhalten.

Eben wegen der Goblins schien es zu jener Zeit auch nicht angeraten, das geschützte und vergessene Tal zu verlassen. Doch der Weg hinauf zur Feste ist lang und geht hoch hinauf, und so gründeten sie zuerst die Siedlung am Einstieg des Wolfentals. Generationen später zog man dann um in die Siedlung im Waldigen Tal, die den langen Anstieg ersparte.

Die tatsächlichen Hintergründe sind Gegenstand eines Abenteuerszenarios. Wer möchte, kann sich auch in den nivesischen Dörfern einiges berichten lassen.

Geologie - Geographie - Flora und Fauna - Bevölkerung - Wirtschaft und Kultur - Geschichte - Oben



Oben - Kontakt - Zurück zur Startseite