Wappen des Hauses WolfsburgDas Haus Wolfsburg

Wahlspruch: »Angriff ist die beste Verteidigung«

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Der Ursprung (Liebliches Feld)

Anno 822 vor Hal: Nach der Überlieferung war Carl »der Charmante« der erste Krieger der Familie. Geboren als zweiter Sohn des liebfeldischen Stellmachers und Streitwagenbauers Otto Wagner, trat er frühzeitig als Knappe der Göttin dem Heiligen Orden unserer Herrin Rondra vom Theater in Arivor (Theaterorden) bei. Mit seinem Auftreten, der Benimm so geschliffen wie seine Klinge, machte er sich alsbald einen Namen bei den Damen der Gesellschaft. Mit seinen Fähigkeiten im Umgang mit dem Zweihänder und seinem furcht- und kompromißlosen Auftreten gegenüber allen Schmähungen des Glaubens hatte er einen ebenso starken Ruf unter seinen Ordensbrüdern und -schwestern.

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Bornlandt

Im Jahre 816 v.Hal/177 BF übertrug Gerbald I. 'all Laendereyen jenseytiglich des Stromes Born' in einer einzigartigen 'Landtschenckung' dem Theaterorden.

Carl gehörte zu den ersten Theaterrittern, die zur Zeit der Herrschaft Gerbals I. gegen die Goblins ins Gebiet des heutigen Bornlands zogen. Er war bei der Gründung von Pilkamm (810 v.Hal/183 BF) und Festum (804 v.Hal/189 BF) zugegen, hinterließ aber auch hier alsbald seine Spuren in der Gesellschaft: acht junge Krieger und Kriegerinnen von seinem Blut führten sein Werk im Orden fort.

Die Söhne, Töchter und Enkel Carls standen stets im Schatten der Leistungen ihres Ahnvaters. In ihrem Bemühen, diesem im Umgang mit der Klinge nachzueifern, blieben viele von ihnen, jung und unerfahren, im Kampf gegen die Goblins auf der Strecke. Dennoch sprachen einzelne Briefe und Berichte immer wieder anerkennend von den rondragefälligen Leistungen dieser Geweihten.

Im Jahre 191 BF, in der Schlacht um Kungutzka (damals Leufurten, heute Firunen), wird ein Ritter Hermann der Hitzige erwähnt, dessen Abstammung auf Carl zurückzuführen ist, und der sich hier besondere Verdienste erwarb. Dies führte dazu, daß man ihm nach dem Kauf von Leufurten 193 BF ein kleines Fort in der Nähe des Ortes zuwies, dessen »Lehnsherr« und Kommandant er wurde. Die fruchtbare Tradition der Familie fortsetzend, bestand die Besatzung der kleinen Festung (ein besseres Wehrgehöft) alsbald aus vielen seiner Kinder und Enkel. Andere setzten von hier aus die Befriedung Seweriens fort.

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Wolfsburg

Im Jahr 222 BF wird von einem Wilfried Wolfsfreund berichtet, der stets von einem großen Waldwolf begleitet wurde, den er als Welpe gefunden und dann großgezogen haben soll. (Angeblich ist dieser Wolf einer der Stammväter heutiger Hunderassen, doch ist deren Genealogie wesentlich schlechter dokumentiert als die der Menschen.) Er machte sich einen Namen durch einen Vorstoß weit in den Norden des heutigen Seweriens, und darüber hinaus (nicht zu verwechseln mit den ersten ernsthaften Eroberungszügen unter Leonia von Gareth). Der Versuch, dort angetroffene Nivesen zum gemeinsamen Kampf gegen die Goblins zu bewegen, scheiterte. Bemerkenswert sind die Schilderungen über die erste Begegnung mit den Rotschöpfen, die ob Wilfrieds Begleiter völlig aus dem Häuschen geraten sein sollen. Überlieferte Tatsache ist, daß er von diesem Zug mit einer jungen rothaarigen Begleiterin namens Nika zurückkehrte. Überliefert ist auch, daß er später die Leitung der kleinen Feste bei Leufurten übernahm. Wegen des Wolfs, der nun die Feste bewohnte, bekam diese den Spitznamen »Wolfsburg« verliehen.

Ein Sohn von Wilfried und Nika mit dem stolzen Namen Gereon kämpfte in der Schlacht von Wjassuula (243 BF) so erfolgreich mit, daß die Belehnung der Wolfsburg nochmals bestätigt und nun »auf alle Zeyten erblich« verbrieft wurde. Als Gereon von Wolfsburg war er der erste Träger des stolzen Namens der Familie, und gleichzeitig der letzte Theaterritter. Um Gereons eigene weitere Geschichte rankt sich eine eigene Legende.

Es kam eine Zeit des Niedergangs im Orden. Die Wolfsburger sollen zu denen gehört haben, die dem Ruf der Dekadenz nicht folgen mochten, doch andererseits geschah es zu dieser Zeit, daß rund um das Gelände der Wolfsburg eine Schlitten- und Kutschenfertigung aufgebaut wurde: Eine Tochter Gereons hatte die Abstammung der Familie in Liebliche Feld zurückverfolgt und Kontakte zu anderen Nachkommen des Otto Wagner aufgenommen, und diese zur Gründung einer Manufaktur für die Bedürfnisse der zunehmend komfortbewußten Ritter im Born-Landt bewegen können.

Durch die Distanzierung von dem Orden, der den hehren Zielen der Rondrakirche nicht mehr nahestand, gelang es der Familie von Wolfsburg, die folgenden Zeiten der Tyrannei der Priesterkaiser ab 335 BF zu überstehen - auch diese machten von den komfortablen, wintertauglichen und robusten Karossen der Wolfsburger gerne Gebrauch. Es folgte die Rohalszeit, ab 503 BF Anschluß an das Mittelreich, dann schließlich im Jahr 755 BF die Lossagung von Gareth. Als Erben Gereons, der zudem nicht vom schlechten Ruf der dekadenten Zeiten betroffen war, waren auch die Wolfsburger von der Konstitution betroffen, die alle Nachkommen eines Theaterritters zu Adligen und Stimmberechtigten im Bornland erklärte.

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Gegenwart

In den folgenden Jahren machte die Familie mehr durch den konsequenten Aufbau ihrer Wagenmanufaktur von sich reden (»läuft und läuft und läuft«) als durch herausragende Kämpfer - bis zu Ferdinand von Wolfsburg, der erst unter Reto bei der Eroberung Maraskans mitkämpfte (Erinnerungsstücke der Schlacht um Jergan sind in der Wolfsburg zu besichtigen), später mit Hal den Tuzak-Aufstand niederschlug und schließlich auch die Schlacht der 1000 Oger mitmachte, »weil in der Heimat nie etwas los ist«. Zusammen mit seiner nivesischen Frau Helena Wolfsmond ließ er auch andere Traditionen der Familie wieder aufleben: auch er fand einen Wolf zum Freund, zeugte mit ihr viele rothaarige Kinder, darunter auch Sagittarius, und ließ diese rondragefällig erziehen und im Umgang mit Schwert und Lanze unterrichten.

Nach Ferdinands Tod im Jahre 18 nach Hal übernahm sein Bruder Volkman die Leitung von Burg, Wagenmanufaktur und Familie. Sein erfolgreichster Schritt war die Gründung einer kleinen Rennkaleschenfertigung nahe dem Stutengarten von Festum. Trotz seines geringen Alltagsnutzens ist das Modell »356«, ein schneller Sechsspänner, ein begehrtes Statussymbol.

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