Die Burg ist für diese abgelegene Ecke erstaunlich großzügig ausgelegt. Unter normalen Bedingungen erstellt, wäre diese Größe selbst für einen Kaiser kaum bezahlbar. Bei genauerem Hinsehen wird dies jedoch verständlich: Alles, was an Mauern und Decken jetzt steht, war vorher schon da. Statt die Mauern Quader für Quader hochzuziehen, mußte im Gegenteil eine beträchtliche Menge Fels entfernt werden, um die Burg Gestalt werden zu lassen.
Man kann sich vorstellen, wie mühsam dies ist, selbst wenn man einen großen Teil des Abraums einfach talwärts stürzen lassen kann (ein guter Teil der beseitigten Felstrümmer diente zur Befestigung der Wege und zum Bau der Häuser von Wolfental am Eck und im Waldigen Tal). Demzufolge ist klarzustellen: die Burg war umso billiger, je mehr Fels man stehen ließ!
Daher sind die Wälle der Burg und der Gebäude besonders dick, haben verhältnismäßig wenige Fenster und Schießscharten (die Hornissenschächte im Bergfried sind wiederum sehr groß), und im Inneren der Wälle sind keine Wehrgänge vorgesehen.
Der vorgefundene Felsmonolith dürfte nicht viel höher aufgeragt haben als die Burg heute (die Zwerge können dies bestätigen), womöglich mit leichten Erhebungen dort, wo heute auch die Türme stehen?
Die großmaßstäblichen Abbrucharbeiten der ersten Bauphase im Tagebau bleiben dennoch eine gewaltige Leistung, zudem jeder Arbeiter noch von erheblicher Absturzgefahr bedroht war - für die von Höhenangst stärker geplagten Zwerge ein sehr unangenehmes Leben. Nur durch den Einsatz von Tricks, wie sie nur Zwerge kennen - angefangen beim Einleiten von Wasser in Felsspalten vor dem Nachtfrost, bis hin zur Unterminierung einer schiefen Ebene, die einen ganzen Teil der Felsspitze einfach abrutschen läßt (man kann sie unten liegen sehen, wenn auch inzwischen bewachsen) - war ein solcher Bau überhaupt möglich.
In
der zweiten Phase mußte die grobe Form geschaffen werden, hier
war vor allem die Freilegung des Innenhofes der schwerste Teil.
Inwieweit diese Phasen durch Erzelementare unterstützt wurden, ist nicht bekannt. Die wenigen Zwerge, die es von ihren Vorfahren wissen könnten, bewahren ihr Schweigen; die menschlichen Zauberer, die beteiligt gewesen sein könnten, sind lange zu Asche geworden.
Interessant und relativ leicht steuerbar wäre an dieser Stelle ein "Blick in die Vergangenheit". Die Jahre des Baus im Zeitraffer betrachtet müssen ein faszinierender Anblick sein - etwa so, wie links im Bild zu sehen.
Nun folgte die dritte Phase: die Herausarbeitung der endgültigen äußeren Form, nach der die glatten Außenwände aller Wälle, Türme und Gebäude sichtbar werden sollten: hier wurde es erstmals kritisch, nicht zuviel Gestein abzutragen. Mit dem Ausformen der Zinnenkronen war der Übergang zur vierten Phase fließend, in der Türme und Gebäude sowie die Keller grob auszuhöhlen waren. Hier galt es wiederum, genau auf die Felsböden und -Wände zu achten, die stehen bleiben sollten.
Im Bergfried blieb keine Möglichkeit, als den Schacht für die zentrale Wendeltreppe zunächst komplett freizulegen und später eine metallverstärkte Holztreppe wieder einzuziehen. Vorteil dabei: Im Rittersaal im ersten Stock des Bergfrieds kann man die Treppe beiseite schieben und Boden und Decke mit Luken verschließen, so daß ein runder Saal ohne störenden Mittelteil entsteht.
Wieviel schwerer muß die Arbeit in den kleineren Türmen gewesen sein, die durch umlaufende Treppen erschlossen wurden?
Parallel zum Aushöhlen der Kellerräume begann dann als fünfte und vorletzte Phase die verfeinerte Bearbeitung der Böden und Wände wie auch der Treppenstufen in den Gebäuden und Türmen, sowie die Schaffung von Zu- und Abluftschächten für die Fackeln und die Bewohner und der bereits erwähnten Wasserrinnen. Möglicherweise wurden in dieser Phase auch noch einmal die Außenwände von Türmen und Wällen geglättet, denn diese bieten selbst geübten Freikletterern keinen nennenswerten Halt.
Was dann als letzte Phase folgte, kann nur durch Magie bewirkt worden sein: die Umwandlung von Fels in lichtdurchlässiges Quarzglas in den Gebäuden und Türmen, ohne die fast alle Innen- und Kellerräume der Burg in ewige Finsternis getaucht wären. (Bei einigen Kellerräumen im Bergfried sowie in den Vorratskellern wollte man keine Zugänge für Ratten und Ungeziefer schaffen. Daher hat man in einigen dieser Räume mit kostbaren Gwen Petryl-Steinen ein wenig zusätzliches Licht geschaffen und auf die Fackelbelüftung verzichtet. Lebensmittel lagern dort quasi unter Luftabschluß.)
|
Gebäude |
Baupunkte |
Härte |
Struktur |
|
|
BP/S. |
H |
S |
|
Bergfried |
880 |
12 |
11 |
|
Zinnenkrone |
40 |
12 |
15 |
|
Firunsturm |
720 |
12 |
13 |
|
Rondraturm |
720 |
12 |
13 |
|
Torturm |
600 |
12 |
14 |
|
Tor B:5 H:5 |
80 |
13 |
15 |
|
Zugbrücke |
30 |
4 |
15 |
|
Fallgatter |
25 |
5 |
16 |
|
Firunsmauer |
400 |
12 |
16 |
|
Rondramauer |
400 |
12 |
16 |
|
Firuns-Tormauer |
400 |
12 |
16 |
|
Rondra-Tormauer |
400 |
12 |
16 |
|
Schanze im Hof |
40 |
12 |
15 |
|
Herrenhaus |
280 |
12 |
16 |
|
Küchenhaus |
200 |
12 |
17 |
|
Stallgebäude |
200 |
12 |
17 |
|
Schmiede |
120 |
12 |
18 |
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