Nach dem ersten Bericht unseres Bruders Gereon von Wolfsburg entsandten wir einen Zug von Holzfällern und Helfern zum Bau einer Feste im fernen Nordwesten, wo unheilige, götterlästerliche Umtriebe unsere Sicherheit auf das Unangenehmste gefährden mögen. Wie Ihr dem zweiten Bericht entnehmen konntet, war sein kleiner Stoßtrupp zu diesem Zeitpunkt arg dezimieret, doch war es ihm gelungen, die Ursache der niederhöllischen Vorstöße auszumachen.
Wie wir besprachen, habe ich Maßnahmen ergriffen, diese Gefahr für Glauben, Reich und Menschen ein für alle Mal einzudämmen.
Hiermit ergeht Anweisung zum Bau einer Feste wider die daimonischen Praesenzen im Thale des Linken Born unter Zuhilfenahme zwergischer Konstruckteure. Die Feste soll ernsthaften Trutz bieten gegen allerlei Daimonen- und Menschenwerck, und soll auch gefeit sein gegen unheilige Belagerung, weshalb sie als Tempel unserer Herrin geweihet werden soll. Dabei mögen Gläubige aller Zwölfe geduldet seyen und in den Mauern der Feste ihrem Gotte huldigen, so sie der Herrin die Ehre erweisen.
Im Einzelnen habe ich beauftragt: Vierunddreißig Holzfäller mitsamt ihrer Familien. Neunzehn Steinmetze und ihre Familien. Eine Sippe der Zwerge, die bereit waren, gegen ein erbliches, exklusives Abbaurecht auf die neun Zehntel der Bodenschätze des Gebietes die Schaffung einer uneinnehmbaren Feste zu leiten, insgesamt einundfünfzig Personen. Ein Zug von sechs Jägerfamilien für die Versorgung, und fünfundsechzig Hilfsarbeiter für die einfachen Arbeiten. Je nach Baufortschritt werden weitere Personen hinzukommen.
Nahe dem Zusammenfluß der beiden Arme des Born soll ein Versorgungslager entstehen, von dem aus wir weitere Baumaterialien in die Berge transportieren können. Ein Trupp von vierzig Arbeitern wird das Lager errichten und dann einen Treidelpfad flußaufwärts anlegen, um die Versorgung zu vereinfachen.
Weiterhin haben sich siebenundzwanzig unserer Knappen als Freiwillige gemeldet, um Gereon bei seiner schweren Aufgabe zu unterstützen. Diese werden zunächst auch das Geleit für die Bauarbeiter und ihre Familien abgeben, bis diese im Waldigen Tal eingetroffen sind.
Nach wie vor ungeklärt ist die Frage, wie wir mit dem Portal umgehen. In dieser Sache erbitte ich Weisung.
Ergebenst, Dietmar von Goldfelsen, Seneschall zu Leufurten
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